Warnung vor Phishing-Mails im Namen der easybank: Gefälschte Kontoverifizierung soll Nutzer täuschen

Warnung vor gefälschten E-Mails mit PSD2-Vorwand

Aktuell sind betrügerische Phishing-E-Mails im Umlauf, die sich als Nachricht der easybank ausgeben. Die Angreifer versuchen, Empfänger unter Zeitdruck zu setzen und zur angeblichen „Verifizierung Ihrer Kontodaten“ zu bewegen. Ziel der Kampagne ist, Zugangsdaten oder weitere sensible Informationen abzugreifen.

Der Betreff der Phishing-Mail lautet:

„Letzte Erinnerung: Verifizierung Ihrer Kontodaten – Frist 5 Tage“

In der Mail behaupten die Betrüger, dass aufgrund der EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) eine erneute Bestätigung der Kontodaten erforderlich sei. Andernfalls würden wichtige Funktionen des Online-Bankings eingeschränkt:

Warnung vor Phishing-Mails im Namen der easybank: Gefälschte Kontoverifizierung soll Nutzer täuschen
Abb. 1: Screenshot der Phishing-Mail, die angeblich von der easybank stammen soll.

Typische Merkmale der Betrugsnachricht

Die E-Mail enthält mehrere klassische Phishing-Merkmale:

  • Künstlicher Zeitdruck: Die Empfänger werden aufgefordert, innerhalb von fünf Tagen zu reagieren.
  • Drohung mit Einschränkungen: Es wird behauptet, Überweisungen, Kartenzahlungen und Lastschriften könnten blockiert werden.
  • Aufforderung zur Aktion: Ein Button mit „Jetzt verifizieren“ soll die Nutzer auf eine gefälschte Webseite locken.
  • Missbrauch eines bekannten Sicherheitsbegriffs: Die Angreifer nutzen PSD2 als Vorwand, um der Nachricht einen seriösen Anschein zu geben.

Besonders auffällig ist die Absenderadresse: sicherheitsteam-p2@gnsaindia.com

Diese Adresse gehört nicht zur easybank und ist ein deutlicher Hinweis auf einen Betrugsversuch. Auch die angegebene Antwortadresse: support-p2@easybank.de soll offenbar Vertrauen erzeugen, obwohl die Nachricht nicht von der easybank stammt.

MERKE: Die offizielle Website der easybank erreichst du unter: https://www.easybank.de, das offizielle Login der easybank unter: https://banking.easybank.de/Login

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Warum die E-Mail gefährlich ist

Der Link in solchen Nachrichten führt auf eine täuschend echt nachgebaute Webseite. Dort werden Nutzer dazu angehalten:

  • ihre Online-Banking-Zugangsdaten einzugeben,
  • persönliche Daten zu bestätigen,
  • Sicherheitscodes oder TANs einzugeben,
  • eine angebliche Sicherheitsprüfung durchzuführen.

Die eingegebenen Informationen werden nahezu in Echtzeit abgegriffen und von den Kriminellen genutzt, um Konten zu übernehmen und betrügerische Transaktionen vorzunehmen.

So erkennst du ähnliche Phishing-Mails

Banken fordern ihre Kunden grundsätzlich nicht per E-Mail dazu auf, vertrauliche Sicherheitsinformationen über einen Link zu bestätigen.

Achte besonders auf:

  • unbekannte oder ungewöhnliche Absenderadressen, hier: sicherheitsteam-p2@gnsaindia.com
  • dringliche Aufforderungen mit Fristen,
  • Links, die nicht zur offiziellen Bank-Webseite führen, hier z. B.: https://u1xxxxxxx5.ct.eu.sendgrid.net/ls/click?upn=u012.xxxx
  • Aufforderung zur Eingabe von Benutzernamen, Passwörtern, Kontaktdaten, Kreditkartendaten, PINs, TANs und Sicherheitscodes.

Was Betroffene tun sollten

Wenn du diese Nachricht erhalten hast:

  1. Nicht auf Links oder Schaltflächen klicken.
  2. Keine Daten auf verlinkten Webseiten eingeben.
  3. Die Bank ausschließlich über die offizielle Webseite (https://www.easybank.de) oder Kontaktwege kontaktieren und die Phishing-Mail an die Bank weiterleiten (stop-phishing@easybank.de).
  4. Die E-Mail als Spam/Junk markieren
  5. Die E-Mail löschen. Wenn Punkt 6. zutrifft, solltest du die E-Mail nicht löschen und aufbewahren (Beweissicherung).
  6. Falls du Daten auf der gefälschten Webseite eingegeben hast, solltest du umgehend deine Bank informieren, das Konto, Kreditkarten u.ä. sperren und die Zugangsdaten ändern lassen.
  7. Weitere Infos zur Onlinesicherheit bei der easybank findest du unter: https://www.easybank.de/easybank-de/onlinesicherheit
  8. Sollte es bereits zu einem Schaden gekommen sein, erstatte Anzeige bei der Polizei.

Die aktuelle Kampagne zeigt erneut, dass Cyberkriminelle immer wieder bekannte Banken und Sicherheitsverfahren wie PSD2 missbrauchen, um ihren betrügerischen Nachrichten einen seriösen Anschein zu verleihen und Nutzer zur Preisgabe sensibler Daten zu verleiten.

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